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Juan Amador (* 10. Dezember 1968 in Strümpfelbach) ist ein deutscher Spitzenkoch, der auch für seine molekularen Einflüsse in seine Küche bekannt ist und ist ein ehemaliges Mitglied der Köchevereinigung der Jungen Wilden.

Biographie


Juan Amador wurde 1968 als Sohn spanischer Gastarbeiter in dem schwäbischen Ort Strümpfelbach geboren. 1988 schloss er seine Ausbildung zum Koch im Gasthaus Lamm in Weinstadt ab. Anschließend war er in verschiedenen Restaurants angestellt und stieg in nur drei Jahren zum Stellvertretenden Küchenchef auf. Seinen ersten Michelin-Stern erhielt Amador für seine Küche im Restaurant Petersilie in Lüdenscheid, die er ab 1997, später dort wiederum mit einem Stern ausgezeichnet, im Restaurant Fahrhaus Munkmarsch auf Sylt fortführte. Im Schlosshotel „Die Weyberhöfe“ bei Aschaffenburg erhielt er im Jahr 2000 erneut einen Stern, 2002 folgte der zweite Michelin-Stern.

Anfang 2005 eröffnete Juan Amador sein eigenes Restaurant Amador in Langen (Hessen). Dort wurde er im Herbst 2007 mit drei Michelin-Sternen (Guide Michelin 2008) ausgezeichnet. Diese Sterne wurden im Herbst 2008 (Guide Michelin 2009) bestätigt.

Neben dem «Amador» betreibt er seit Juli 2009 noch das «Amesa» in Mannheim, in dem nicht die ausgefallenen Kreationen Juan Amador´s, sondern modernisierte Gerichte der klassischen Grande Cuisine neu interpretiert werden. Verbunden mit einer günstigeren Preisgestaltung als in Langen soll damit der Einstieg in die Amadorsche Küchenphilosophie ermöglicht werden.

2007 erhielt er für sein ehemaliges zweites Restaurant «Tasca» in Wiesbaden einen weiteren Stern Guide Michelin, so dass Juan Amador als einziger jemals in Deutschland Inhaber von Restaurants mit insgesamt vier Sternen Guide Michelin war.

Juan Amador widmet sich nicht nur der klassischen französischen Haute Cuisine, die noch bis vor Kurzem als Voraussetzung für die höchste Michelin-Auszeichnung galt. Er gestaltet seine Kochkunst mit Einflüssen modernen Methoden, die aus der Chemie- und Lebensmittelindustrie abgeleitet sind und neuartige Texturen, Zusammenstellungen und Aromen ermöglichen. In einer Kreativwerkstatt in seinem Atelier experimentiert Amador unter anderem mit Geräten aus dem Laborbedarf, die mit präziser Messtechnik beispielsweise mehrere Tage andauernde Garvorgänge erlauben.

Die Basis der Rezepte bildet jedoch die klassische Küche Kataloniens, Frankreichs und des Baskenlandes. Amador sieht sich selbst in einer Reihe mit den spanischen Köchen Ferran Adrià und Juan Mari Arzak. Nach Auffassung des Restaurant-Kritikers Jürgen Dollase unterscheidet sich Amador von diesen jedoch dadurch, dass es „bei ihm oft wesentlich besser schmeckt als bei der spanischen Konkurrenz.“[1]

Seit 2009 ist Juan Amador der Besitzer des kleinsten Hotels in Deutschland, der Amador Suite, das nur aus einer einzigen Suite besteht und in Frankfurt am Main zu beziehen ist.

Mitgliedschaften


Er ist ehemaliges Mitglied der Kochvereinigung der Jungen Wilden, einer Initiative von Sternekoch Otto Koch. Weitere Mitglieder sind und waren: Frank Oehler, Kolja Kleeberg, Frank Buchholz, Christian Loisl, Manfred Heissig, Stefan Marquard, Achim Schwekendieck, Steffen Sonnenwald, Holger Stromberg, Andreas Schweiger u.a. Im Weiteren ist er Mitglied zu:

* Relais & Châteaux
* Mitglied der Vereinigung von Spitzenköchen Traditions et Qualité – Les Grandes Tables du Monde, Sitz in Illhaeusern/Elsass, Vorstand Heiner Finkbeiner
* Mansel

Auszeichnungen


2005 Restaurant des Jahres, Restaurantführer „Der Feinschmecker“

2008 1. Platz in der Kategorie "Der Avantgardist", Koch der Köche Voting, http://www.Gourmet-Portal.com

Publikationen


* Tapas. Das Kochbuch. Tre Torri, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3937963389

Weblinks


* Restaurant Amador
* www.amesa.de
* www.amadorsuite.de
* www.amadoro.de
* Juan Amador im Who is Who der Köche
* „Mit Sterne-Menüs kann man kein Geld verdienen“, FAZ, 17. Dezember 2008, Interview

Quellen


1. ↑ Jürgen Dollase: „Aufgestiegen in den Drei-Sterne-Himmel“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. November 2007, S. 11

 




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Geschrieben von: Redaktion am Samstag, den 02. Januar 2010 um 02:23 Uhr   
Aktualisiert ( Samstag, den 02. Januar 2010 um 02:54 Uhr )  

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