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| 115 garantiert schnelle Erreichbarkeit der Kommunalverwaltungen im Kreis Offenbach |
„Wir freuen uns“, so Landrat Oliver Quilling, Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger, der zuständige Frankfurter Stadtrat Volker Stein und einige Bürgermeister der kreisangehörigen Kommunen, „dass diese Kooperation zustande gekommen ist. Sie ist vorbildlich für unsere Region und trägt zur Qualitätssteigerung bei, zumal auch die Stadt Offenbach beteiligt ist. Natürlich befinden wir uns derzeit noch in einer Erprobungsphase, aber künftig wird sichergestellt, dass alle Bürgerinnen und Bürger ihre Verwaltung telefonisch gut erreichen und ihr Anliegen an kompetenter Stelle loswerden.“
„Der Kreis Offenbach hat sich schon seit einiger Zeit“, so Landrat Oliver Quilling und Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger, „mit dem Projekt auseinandergesetzt. Allerdings kann die 115 nur umgesetzt werden, wenn sich flächendeckend auch alle kreisangehörigen Kommunen beteiligen. Dies ist uns jetzt gelungen, auch wenn wir für drei Kommunen einige Auskünfte nur vorbehaltlich erteilen können. Hier springt unser Dienstleistungszentrum – dort ist die 115 unter Leitung von Heike Overländer angesiedelt - ein, wenn weitergehende Fragen auftauchen.“
Das Prinzip der 115 basiert darauf, dass anhand der Fragen, die an Stadt- und Kreisverwaltungen am häufigsten gestellt werden, eine sogenannte Top 100-Liste festgelegt wurde. Diese muss von allen Kommunen konsequent gepflegt werden, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Servicecenter Frankfurt verbindliche Auskünfte erteilen und 65 Prozent der Anrufe auf dem sogenannten First Level erledigen können; komplexere Vorgänge werden an die Sachbearbeitung weiter geleitet. Zu den Serviceversprechen der 115 gehören darüber hinaus die Rückrufzusage innerhalb von 24 Stunden und die Erreichbarkeit von Montag bis Freitag ab 8:00 bis 18:00 Uhr.
„Um diese Kriterien zu erfüllen“, führt Landrat Oliver Quilling aus, „sind die Voraussetzungen in Hessen besonders gut, denn hier gibt es landesweit den Hessenfinder, der konzipiert wurde, um die EU-Dienstleistungsrichtlinie umzusetzen. So verfügen wir über eine Wissensdatenbank, die es uns ermöglicht mit nur wenig Aufwand die einheitliche Behördenrufnummer anzubieten.“
Darüber hinaus ist die Umsetzung gleichzeitig auch ein gelungenes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit. „Durch die 115“, so der Frankfurter Stadtrat Volker Stein, „rückt die Region FrankfurtRheinMain als Motor für Innovation in Hessen noch enger zusammen und damit werden wir auch Motor für modernen Verwaltungsservice.“ „Darum haben wir für die Erprobungsphase“, führen Landrat und Erste Kreisbeigeordnete aus, „die Kosten übernommen, im ersten Jahr 60.000 Euro. Da interkommunale Zusammenarbeit in dieser Dimension eher die Ausnahme ist, wurden Fördergelder beantragt. Wir gehen davon aus, dass über Synergieeffekte künftig Kosteneffekte zu verzeichnen sind, beispielsweise über einen reibungsloseren Workflow. Unserer Ansicht nach werden alle profitieren, sowohl die Region als auch die Menschen, die hier leben. Wir sind gespannt welche Ergebnisse die Probephase bringen wird.“
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