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| Votum für die Sicherheit |
Der Langener Taunusplatz, ehemals Tarsusplatz, soll nach Auffassung des Magistrats zunächst seine bisherige Verkehrsführung behalten. Falls sich die Stadtverordnetenversammlung diesem Votum anschließt, würde damit ihr Beschluss von Dezember 2010 wieder rückgängig gemacht. Damals hatten sich die Stadtverordneten darauf geeinigt, die Leitplanken auf dem Taunusplatz zu demontieren und die Verkehrsführung wieder an den Stand des Jahres 2000 anzugleichen.
Erster Stadtrat Klaus-Dieter Schneider begründet die Kehrtwende mit Bedenken, die während der Vorbereitung von Markierungsarbeiten aufgetreten sind: „Es geht um die Verkehrssicherheit.“ Diese Ansicht würde auch von der Straßenverkehrsbehörde, der Polizei und der Verkehrsplanung geteilt.
Die Flächen, die bei einer Markierung entstünden, seien „völlig überdimensioniert“. So sei ein Abbiegen von der Gartenstraße (West) in die Walter Rathenau-Straße ohne Abbremsen möglich. Dies begünstige geradezu das Rasen und risikoreiche Fahren. Fußgänger seinen dann beim Überqueren der Walther-Rathenau-Straße besonders gefährdet – selbst wenn sie auf den markierten Flächen „Schutz“ suchten. Die derzeitige Regelung in der Rathenau-Straße - mit nur einer nebeneinander liegenden Ein- und Abbiegerspur - sei eindeutig die sicherste Variante. Erster Stadtrat Schneider erklärt dazu: „Die Elemente garantieren, dass alle Verkehrsteilnehmer sich an die vorgesehenen Fahrspuren halten.“ Weitere Schwierigkeiten entstünden bei einem Abriss der Leitplanke dadurch, dass es dann zwei Einfahrten aus der Gartenstraße gebe. Auch das sei bei der jetzt favorisierten Lösung nicht der Fall.
Schneider kennt weitere Argumente gegen die Markierungsarbeiten: Diese seien schwer zu bewerkstelligen, da man auf den bereits abgedeckten Markierungslinien keine neue Farbe auftragen könne. Es wäre also eine Markierung neben der „Alten“ nötig. Er wisse, dass der Taunusplatz derzeit ein „kein schönes“ Erscheinungsbild habe. Doch auch die bisher vorgesehenen Markierungen könnten daran nichts ändern und machten den Platz weniger sicher als bisher. Laut dem Ersten Stadtrat hat sich das Sicherheitskonzept am Taunusplatz bewährt: „In den vergangenen drei Jahren wurde der Polizei kein Unfall an dieser Stelle gemeldet.“
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